Take it easy (mit) Baby!

 

Was dein Kind schläft noch nicht durch? Was dein Kind schläft immer noch nicht im eigenen Bett? Was dein Kind will immer noch gestillt werden? Dein Kind krabbelt noch nicht?

Solche und noch viele weitere Fragen darf man sich als Jung-Mama anhören. Nicht nur, dass man sich selbst oder auch seine eigene Kompetenz in Frage stellt. Nein, man bekommt Selbstzweifel und probiert es den anderen Recht zu machen. Ohne nur darüber nachzudenken ob es die richtige Zeit für sein Kind und sich ist. Man versucht es und scheitert meistens. Die Enttäuschung sitzt noch tiefer – als die evtl. kleinen Zweifel vorher. Die Wenigstens unter uns sind stark genug sich zu denken: Geh bitte, lass mich in Ruhe mit diesen Weisheiten – jedes Kind hat sein eigenes Tempo!

Meistens kommen diese Fragen ja nicht nur von kinderlosen Menschen, nein, meistens kommen sie aus der eigenen Familie. Wir vergessen dabei, dass die Erinnerung nach längere Zeit verblast und die Realität nicht mehr so präsent ist. Ich würde fast so gar sagen, die eigentliche Realität wird rosiger....

Letztens in der Rückbildungsgymnastik haben sich auch wieder Jung-Mütter unterhalten und sich gegenseitig ihr Leid geklagt, wobei eine Mutter immer wieder erzählt hat, dass ihr Kind durchschlafe. Alle anderen Mütter haben natürlich geschaut und trauten sich kaum etwas zu sagen. Bis ich sie dann gefragt habe, was das denn für sie bedeutet – Durchschlafen? Darauf hat sie geantwortet, na ich stille ihn im Halbschlaf 3-4 Mal und sonst schlafen wir. Ich wiederum:“ Und wie lange trinkt er denn da?“ Sie antwortet:“ Ich schlafe dabei immer etwas ein, ich glaube, 30-45 min“. Ahhh......die anderen schauten sich schmunzelnd an und nickten......Durchschlafen ist eben subjektiv! Für die einen bedeutet es von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr morgens und für die Anderen eben nicht!

Somit würde ich immer die Frage hinterfragen und nicht das Tempo meines Kindes.....da es viele verschiedene Ansichtspunkte und Interpretationen gibt!

Die eigentliche Schwierigkeit ist, Geduld zu haben.....es ist leichter gesagt als getan, wenn man Nächtens nur 2-3 Stunden am Stück schläft oder sein Kind immer noch herumschleppt obwohl alle anderen im Freundeskreis schon mobil sind. Sich aber immer wieder in Erinnerung rufen, dass es nicht für immer ist und auch diese Zeit schnell vergehen wird.

Und wahrscheinlich wird man sich auch später denken, wie oft war ich eigentlich wach? Ach, sicher nicht mehr als 1-2 Mal, dass war ja gar nicht so schlimm.....

Tipps:

-       am Tag schlafen, wenn das Kind schläft! Damit man für die Nacht Reserven hat!

-       Das Umfeld so nützen, dass man auch selbst mal abschalten kann. Kinder gut abfüllen und der Oma/Freundin zum spazieren mitgeben, damit man selbst mal 30 min alleine zB in die Badewanne kann

-       Nicht alleine bleiben! An Stillgruppen, Rückbildungsgymnastik usw. teilnehmen! Geteiltes Leid ist halbes Leid!

-       Die Zeit, wenn das Kind noch nicht krabbelt genießen – nachlaufen darf man den Schnuckis lange genug

-       Sollte wiedermal eine dieser Fragen kommen, einfach nachfragen, welche Definiton der Gegenüber eigentlich hat


Wir möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.